Yoga für alle

Psychosensibles Yoga

Ein therapiebegleitendes Angebot für Menschen mit Depressionen, Zwangsstörungen oder Psychosen. In enger Zusammenarbeit mit professionellen Trägern wie Nussknacker e.V. und Insel e.V. in Hamburg sowie Faktura e.V. in Berlin bieten wir soziales, psychosensibles Yoga an. Unterrichtet von Yogalehrerinnen mit einer speziellen Ausbildung in Yoga und Trauma.
Wie es sich anfühlt, von der Welt abgeschnitten zu sein; nicht aus dem Bett aufstehen zu können, weil alles sinnlos erscheint; keine Freude an nichts zu haben und schon angesichts kleinster Anforderungen wie gelähmt zu sein - Menschen mit Depressionen wissen das nur zu gut. Sie zu motivieren, ist schwierig. Der wirkliche Schwung kann wie bei jedem Menschen nur von innen kommen. Yoga kann eine Möglichkeit sein, die Verbindung zu diesem Schwung wieder aufzubauen.


Soziales Yoga in Hamburg

In Kooperation mit der Alphina g.GmbH

Zitat von Hamida S., die von Anfang an dabei ist: „Ich fühle mich nach der Stunde viel gerader. Ich kann mich aufrichten und habe gute Laune. Eines von den Mantren sage ich oft, wenn ich in eine schwierige Situation komme. Dann beruhige ich mich sofort."

Heike Buss, Sozialpädagogin und Leiterin von Via Bahrenfeld bei der Alphina gGmbH, die das Projekt von Anfang an begleitet: „Wir freuen uns sehr, dass dieses Angebot von Yoga für alle e.V. von unseren KlientInnen angenommen wird. Es ist etwas sehr besonderes, dass in der offenen Psychiatrie-Arbeit ein Kurs über mehrere Jahre kontinuierlich mit den gleichen TeilnehmerInnen läuft. Das ist hier mit dem sozialen Yoga gelungen, weil die Yogalehrenden sehr qualifiziert und im Umgang mit den KlientInnen sehr professionell sind."

Susanne Karreh, die den Kurs seit Anfang 2019 unterrichtet, ist im Hautpberuf Sozialpädagogin in der Psychiatrie. Ihre Erfahrung rund um soziales Yoga: „Für die TeilnehmerInnen ist es sehr wichtig, mit Menschen in Kontakt zu sein, die sie nicht scannen und diagnostizieren. Das macht das Yoga-Angebot so unschätzbar wichtig."

Wir danken Grean Yoga, dass wir ein Jahr bei Ihnen die Räume nutzen durften und dem Ardas, dass wir den Kurs jetzt bei ihnen anbieten können.



In Kooperation mit Insel e.V. Eimsbüttel

Ebenfalls schon seit 2017 gibt es soziales Yoga für Menschen mit psychischen Erkrankungen bei Insel e.V. Eimsbüttel. Weil die KlientInnen das Angebot von Yoga für alle e.V. so gut angenommen haben, gibt es seit 2018 einen zweiten Kurs. Die TeilnehmerInnen können in der vertrauten Umgebung der Einrichtung Yoga üben.

 

Jannika Kühn, von Anfang an als Yogalehrerin in diesem Projekt dabei, freut sich über den enormen Zuspruch: „Es gibt ein großes Vertrauen der TeilnehmerInnen, die über die Jahre immer aktiver geworden sind und das Yoga auch in ihren Alltag einbauen.

 

2018 hat Insel e.V. zusammen mit TeilnehmerInnen die LANGENACHTDESYOOOGA mit gestaltet und so einer breiten Öffentlichkeit soziales Yoga näher gebracht.  Kathrin Lilienthal, Projektverantwortliche bei Insel e.V.: „#yogahilft ist eine wunderbare Ergänzung unseres offenen Angebotes für Menschen mit psychischen Erkrankungen im Viertel. Wir sind sehr froh, dass wir es dank Yoga für alle e.V. so kontinuierlich und sogar mit zwei Kursen anbieten können."



In Kooperation mit Fähre e.V. und Gangway e.V.

2017/2018 hat Yoga für alle e.V. in Kooperation mit Fähre e.V., der Begegnungsstätte Böckemannstraße für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Hamburg-Heimfeld soziales Yoga ermöglicht. Yogalehrerin Annica Bauer hat ihre Erfahrungen mit uns geteilt:

„Eine Sozialarbeiterin war fast jedes Mal beim Yogakurs dabei und hat auch mitgemacht. Das war gut für die KlientInnen und für mich. Ich habe am Anfang immer alle einzeln gefragt, wie es ihnen geht (innerer Wetterbericht) und nach was für einer Praxis sie sich fühlen (fordernd oder ruhig, vielleicht gibt es körperliche Verletzungen oder Schmerzen). Dann sind wir mit einer Anfangsentspannung, Chanten und einer Atemübung gestartet. Wir haben 60 Minuten lang das geübt, was gerade gut passte und haben mit Shavasana geendet. Der Unterricht war sehr basic und hat den SchülerInnen glaube ich viel Spaß gemacht. Sie sind gerne gekommen und haben hinterher gesagt, dass es ihnen besser geht. 

Die Gruppe war bunt gemischt, männlich, weiblich, älter und jünger (also zwischen 20 und 60). Das fand ich besonders schön. Einer Teilnehmerin fiel es besonders schwer, ihren Körper zu spüren und zu wissen, wie die Bewegung aussieht. Sie kam aber regelmäßig und ich freue mich, ihre Entwicklung miterleben zu dürfen. Es war super, dass der Kurs mit 4 - 5 TeilnehmerInnen so klein war. Das erlaubte es mir, auf die Einzelnen eingehen zu können und jeden im Blick zu haben."

Feedback der Teilnehmerinnen:

„Yoga ist ganz schön kompliziert und anstrengend, aber hinterher fühle ich mich ganz entspannt.” „Die kleine Gruppe und der vertraute Rahmen tut gut." „Ich bekomme mehr Körperbewusstsein.” „Annica macht es richtig gut. Ich fühle mich gefordert, kann aber auch sagen, wenn es mir zuviel ist.”

 

Ebenfalls in diesem Zeitraum hat Yoga für alle e.V. einen Kurs für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen bei Gangway e.V. ermöglicht.