Fortbildung Yoga und Trauma

KOSTEN, VORAUSSETZUNGEN, TERMINE & ORTE

Kosten: 120 € + Buchung (Fördermitglieder Yoga für alle e.V.: 60 €)

Dauer: 9 Stunden.

 

Termine:

Der nächste Termin: 1. April 2023 online

Voraussetzungen:
Kundalini-Yogalehrerausbildung Stufe 1 oder Kinder-oder Seniorenyogalehrerausbildung, oder Yogalehrerausbildung nach BDY, 200 Stunden Yogalehrerausbildung oder vergleichbares Zertifikat

Sozialpädagog*innen und Therapeut*innen können ebenfalls an der Fortbildung teilnehmen.

 


Unsere Lead-Trainerin Dr. Stefanie witt

Durch Kenntnisse und Sicherheit im Bereich Yoga und Trauma können Yogalehrende ihren Yoga-Stil an die Bedürfnisse traumatisierter Menschen anpassen und sie darin unterstützen eine Verbindung zwischen sich selbst, ihrem Körper und der Umwelt herstellen und sich als selbstwirksam wahrnehmen zu können. Die 9-Stunden-Fortbildung Yoga+Trauma von YOGAHILFT

  • vermittelt Basis-Wissen zu Trauma, Bindung, Bindungsverletzungen
  • schult Yogalehrer*innen darin, in ihrer Rolle zu bleiben
  • klärt, was zur Aufgabe einer YOGAHILFT-Lehrerin gehört und was nicht
  • gibt Sicherheit für das Unterrichten von Yoga im Sozialraum

Unsere Lead-Trainerin ist Dr. Stefanie Witt, Erziehungswissen- schaftlerin, Yogalehrerin für Kinder und Erwachsene sowie Expertin für Bindung, Prävention und Lebensqualität. Freu Dich auf neun spannende Stunden mit ihr.

Nach der Fortbildung Yoga+Trauma hast Du hoffentlich Lust, Dein neues Wissen als YOGAHILFT-Lehrerin einzubringen. Wir freuen uns auf Dich.

 


Großer Dank an Nicole Witthoefft

„Trauma zieht Trauma an.”
„YOGAHILFT arbeitet ausschließlich mit dem Werkzeug des Yoga.”
Wenn wir die Essenz der Fortbildung 'Yoga und Trauma' zusammenfassen sollten, wären es diese beiden Sätze. Für YOGAHILFT brauchen wir Yogalehrer*innen, die sich ihrer Verantwortung und ihrer Rolle bewusst sind. Deshalb hat Yoga für alle e.V. 2016 zusammen mit der Psychotherapeutin und Kundalini-Yogalehrerin Nicole Witthoefft die Schulung ‚Yoga und Trauma’ für Yogalehrende entwickelt.
Als Lead-Trainerin YOGAHILFT hat Nicole seitdem 30 Mal diese Fortbildung für insgesamt 650 Teilnehmer*innen gegeben. Zu Ende 2022 beendet sie Ihre Tätigkeit als Lead-Trainerin YOGAHILFT auf eigenen Wunsch. Yoga für alle e.V. dankt Nicole Witthoefft für sechs Jahre wunderbare Zusammenarbeit.

YOGAHILFT
Cornelia Brammen und Birgit Köhler
- Vorstand -

FEEDBACK TEILNEHMERINNEN zu yoga und Trauma

Yoga für all e.V. - Fortbildung

Ausbilderin Nicole Witthoefft (re. stehend) mit der Gruppe 'Yoga und Trauma' Herbst 2018 HH. Danke für den Raum, FYTT Location

„Die Fortbildung 'Yoga und Trauma' hat mir einen Blickwinkel eröffnet, welche Barrieren es für traumatisierte Menschen gibt, die gerne Yoga praktizieren wollen. Des Weiteren, welcher Voraussetzungen an an den Raum, die Unterrichtsgestaltung, die Sprache und das Verhalten des Lehrers es bedarf, damit für sie Yoga als beglückend und wohltuend erfahren werden kann.

Durch das vermittelte Wissen ermutigt, bringe ich in meine bereits laufenden Kurse nach und nach die erworbenen Techniken ein, sammle damit Erfahrungen, um sie dann bei gegebenem Anlass hilfreich einzusetzen. Es zeigt sich schon jetzt in meinen Kursen, dass das, was bei Traumatisierten erfolgreich angewendet werden soll, auch für nicht traumatisierte Menschen gewinnbringend ist."

 Irmgard, Stuttgart

 

 


„Es war sehr schön in der FoBi bei Nicole. Sie macht es richtig gut. Die grundlegenden Informationen u.a. zum Nervensystem fand ich besonders wertvoll für mich. Auch die vielen Tipps wie man am besten im Unterricht mit dem Thema Trauma umgehen kann, waren sehr wertvoll. Auch wenn ich nicht sofort ein Kurs für traumatisierte Menschen anleiten werde, konnte ich auch ganz viel mitnehmen für den normalen Unterricht und dann irgendwann einen Kurs für eine entsprechende Zielgruppe anleiten zu können. Zudem hat Nicole eine tolle Art mit einer Gruppe umzugehen und mit kritischen Fragen/Kommentaren umzugehen, die ich sehr inspirierend finde. Sollte ich eine Traumatherapie jemals gebrauchen, würde ich die bei ihr machen."
Christina, Kiel

„Es war eine sehr schöne Fortbildung, die sich auf jeden Fall nicht nur gelohnt hat, sondern auch Lust auf mehr macht. Nicole 

war unglaublich präsent und hat alle im Blick gehabt. Die Essenz des traumasensiblen Yoga kam bei mir an.

Mir hat es auf jeden Fall für meine Arbeit mehr Sicherheit gegeben. ”

Maria Ines Kurzendörfer, Stuttgart

 

„Ich wollte mich noch einmal bedanken. Es war wirklich ein bereicherndes Wochenende!

Nicole ist eine so herzliche, sanfte Frau mit unglaublich viel Wissen.”

 Susanne, Stuttgart


Haftungsausschluss und Regeln für Online-Fortbildungen

Für die Fortbildungen von Yoga für alle e.V.  im Live-Stream statt gelten besondere Regeln. Die Lead-Trainerinnen können nicht sofort bei Problemfällen und Fehlstellungen eingreifen. Als Teilnehmer*in akzeptierst Du diese besondere Form des Yoga-Unterrichts. Weder die Ausbilderin beim Live-Streams noch Yoga für alle e.V. haften für Schäden***.

Als Teilnehmer*in an der Fortbildung hast Du besondere Mitwirkungspflichten. Bevor Du an der Fortbildung online teilnimmst, kläre im Zweifel mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin, ob Du dazu in der Lage bist.

Den Teilnehmer*innen ist es NICHT gestattet, Bild oder Tonaufnahmen von den Live-Streams anzufertigen oder gar zu veröffentlichen. Die Ausbilderin kann in Absprache mit den Teilnehmer*innen zur Qualitätsprüfung Bild & Tonaufnahmen machen. Diese werden nach der Auswertung wieder gelöscht und keinesfalls veröffentlicht oder weitergegeben. Da Yoga für alle e.V. nicht mit 100 Prozent Gewissheit ausschließen kann, dass eine dritte Person widerrechtlich Ton- oder Bildaufnahmen macht und veröffentlicht, liegt es im eigenen Ermessen jedes Einzelnen, sich für oder gegen das Anschalten des Mikros oder der Kamera zu entscheiden.

Als Teilnehmer*in an der Fortbildung ist es in Deiner Verantwortung, rechtzeitig vor Beginn die technischen Voraussetzungen für eine reibungslose Übertragung zu schaffen. An Dir ist es, den Link anzuklicken, ggf. eine App zu installieren und einzutreten.

Mit Beginn des Live-Streamings wird die Fortbildung geschlossen. Ein späteres Eintreten ist nicht möglich, da es den Spirit des Unterrichts stören würde.

 

***Der Haftungsausschluss gilt sowohl für körperliche wie für seelische Schäden wie auch für technische Übertragungsausfälle.

WARUM IST DIE FORTBILDUNG SINNVOLL FÜR LEHRENDE?

Seit 2015 haben mehr als 600 Menschen an der Fortbildung ‘Yoga und Trauma’ teilgenommen. Einige Feedbacks: „Für mich waren diese 9 Stunden unglaublich wichtig. Ich fühle mich jetzt als Yogalehrerin viel gefestigter.” „Durch die Fortbildung weiß ich jetzt viel genauer, was ich als Yogalehrerin tun kann und was nicht zu meinen Aufgaben gehört, wenn Menschen in meinen Kursen getriggert werden.” „Seit der Fortbildung ‘Yoga und Trauma’ ist mir noch klarer geworden, dass ich Yoga mit sozialer Arbeit verbinden möchte.”

Der Yogaunterricht für Menschen mit Traumaerfahrungen braucht besonderes Wissen und einen besonderen Blick. Dinge die für viele von uns alltäglich und normal sind, z.B. ohne Sorgen in einen Yogakurs zu gehen und mitzumachen, ist für Menschen mit Erfahrungen von Grenzüberschreitung oder großer Erschütterung nicht so einfach möglich.

Auch für das Unterrichten elten besondere Bedingungen. Traumatische Erfahrungen hinterlassen im Körpergedächtnis Spuren, die durch Körperarbeit an die Oberfläche gelangen können. So ist es für Yogalehrerende wichtig, zu wissen, wie sich Traumatisierung zeigt.

Symptome oder Auswirkungen zeigen sich besonders deutlich in einem ambivalenten Verhältnis zum eigenen Körper. Dieses ambivalente Verhältnis kann entweder bedeuten: "Ich spüre mich selbst nicht gut" oder es kann auch heißen: "Ich bin mir selbst in mir fremd" oder aber auch: "ich mag meinen Körper nicht!"

Yoga kann in diesem Zusammenhang den Kontakt zum Körper und zum eigenen Selbst wieder neu herstellen. Durch die einzigartige Verbindung von Atmung, Bewegung und Achtsamkeit sind Yoga-Übungen geeignet, Verbindung zu sich selbst aufzunehmen. Menschen mit Trauma-Erfahrung beschreiben ihr Selbstgefühl häufig als gespalten; als Gefühl, im eigenen Körper nicht richtig zu wohnen. Die besondere Chance des Yoga liegt dabei in der Stabilisierung des Selbstgefühls, der Anregung von Selbstwirksamkeit und der Harmonisierung des psychovegetativen Systems.

Gerade in Zeiten von Krieg, Flucht und Vertreibung gibt es viele Menschen die aktuell traumatische Erfahrungen machen müssen und wir als Yogalehrer können sie unterstützen, wieder heiler und gesunder zu werden.